Lange habe ich an dieser Stelle nichts veröffentlicht, und noch viel länger nichts ergiebiges. Immerhin habe ich eine Übersetzung von Michelle Dawsons Notes on autism severity and the DSM-V seit Dezember 2010 und Notizen zu meiner Erfahrung mit einem Neuroleptikum in der Warteschleife. Von anderen Ideen und wichtigen Fragestellungen, die mir immer wieder durch den Kopf gehen, ganz zu schweigen.
Aber mal abgesehen von der fehlenden Zeit oder dem nötigen Superstoffwechsel, die notwendig wären, um all den Interessen, die mich kitzeln, nachzugehen und dem ständigen Krampf mit Menschen, deren Probleme very confuzzling für mich sind, kann ich mich über meine Situation ja nicht beschweren. Tough shit to deal with, aber als Autie seinen Weg durch das Chaos zu meistern, wird immer eine Herausforderung sein. Zu meinem Glück gelingt mir das immer besser, und ich denke, ich bin nicht der einzige, der davon profitiert.
Heute möchte ich gerne auf Adam Feinsteins “A History of Autism. Conversations with the Pioneers” (Wiley-Blackwell, 2010) aufmerksam machen. Eigentlich wollte ich gerne eine Rezension aus der Perspektive eines Autisten schreiben und fragen welchen Gewinn, welche Impulse es für das autistische Individuum und eine autistische Selbstvertretungsbewegung bietet. Doch dafür reicht die Zeit nicht. Deshalb sei nur allen, die sich für Autismus interessieren, die Lektüre dieses Buches dringend empfohlen und mittels einiger Zitate die Leselust dazu bereitet. Vielleicht hole ich die Rezension mal nach. Wenn jemand eine Übersetzung des Buches in’s Deutsche finanzieren kann und will, bitte melde Dir!
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