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Aufgelesen: Wie gefährlich ist Cybermobbing?
Mai 2nd, 2011 by Taymur Teardrop

Beim Stöbern durch die letzten Artikel der Jungle World nach etwas Brauchbarem stieß ich auf einen Artikel von Elke Wittich. Aufmacher ist die öffentliche Aufmerksamkeit um Cybermobbing, die die Prügelei wegen isharegossip in Berlin, erregt hat. Doch im weiteren referiert sie eine Studie von David Myers aus dem Jahr 2008, deren Erkenntnisse weniger hilfreich für das Verständnis von Online-Communitys als viel mehr für das Verhalten einer Mehrheit gegenüber Menschen mit abweichendem Verhalten sind.

Warum von Leuten, die sich nicht scheuen, im wirklichen Leben mehr oder weniger ausgedachten Dreck über andere zu verbreiten, erwartet wird, dass sie sich ausgerechnet im Internet, wo sie sich weitgehend anonym wähnen können, zu toleranten, gelassenen Wesen entwickeln sollen, ist vollkommen unklar.

(…) Solche inoffiziellen Regeln gibt es in jedem Spiel (und auch in jeder Community), Myers wollte wissen, was passiert, wenn fortgesetzt dagegen verstoßen wird.

Sein Fazit, so viel sei vorweggenommen, fiel eindeutig aus: Selbst im »digitalen Fantasyland des 21. Jahrhunderts« zeige sich die »hässliche Seite des menschlichen Charakters aus dem wirklichen Leben«, nämlich eine hemmungslose Bereitschaft, fremde Menschen nur deswegen zu unterdrücken, weil sie sich anders verhalten, als es der Durchschnitt tut.

Nun kam mir diese Erkenntnis nun gar nicht unbekannt vor und so suchte ich die Studie und wurde fündig. Gelesen habe ich sie bisher nicht, aber beim Überfliegen sprang mir folgende Bemerkung in’s Auge:

(including a rather long and detailed post drawing parallels between Twixt’s1 behavior and Asperger’s syndrome.)

Besagten Beitrag konnte ich leider nicht finden, wohl aber einige, die nach Veröffentlichung der Studie weiter darauf insistieren Myers habe eine „mental illness“. Stigmatisierung und Ausgrenzung sind und bleiben nunmal die einfachsten Strategien im Umgang mit dem Anderen.

  1. Myers‘ Pseudonym []

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